Eltern auf Probe

10 Schülerinnen stellten sich der Aufgabe, sich in der Projektwoche um einen Baby-Simulator zu kümmern. Wie auch ein reales Baby musste es rund um die Uhr versorgt werden – wickeln, füttern, schaukeln. Nur die Schülerin mit dem dazugehörigem ID-Armband hatte die Möglichkeit, das Baby zu versorgen. Das Abgeben des Kindes an eine andere Person war deshalb nicht möglich. Schon nach der ersten Nacht lagen bei einigen Schülerinnen die Nerven blank. Mit ihren Babys besuchten sie in Unna die Schwangerschaftskonfliktberatung und hatten die Möglichkeit, Fragen bezüglich einer ungeplanten Schwangerschaft oder Fragen bezüglich Unterstützungen zu stellen. Anschließend konnten die Schülerinnen im Katharinen-Hospital in Unna den Kreißsaal besichtigen und einen Eindruck vom Ablauf einer Geburt und den verschiedenen Abläufen gewinnen. Außerdem wurden auch die Themen „Verhütung“ und „Entwicklung des Kindes – Wie viel kostet ein Kind?“ besprochen. Am Freitag, am Ende der Projektwoche, wurden die Baby-Simulatoren ausgewertet. Misshandlungen und Vernachlässigungen wurden von dem Baby aufgezeichnet. Anhand der Daten konnte festgestellt werden, wie sich die „Mütter“ in ihrer Aufgabe geschlagen haben. Auch wenn die Babys süß waren und ihren „Müttern“ viel Freude bereitet haben, sind viele Schülerinnen froh, dass sie ihr „Baby auf Probe“ nun wieder abgeben durfte. Einigen „Müttern“ fiel des schwer, ihr Baby nun abzugeben. An ihren Kinderwünschen hat sich trotz des mehrmaligen Aufstehens in der Nacht und den Schreianfällen im Bus nichts geändert, doch ein Kind im jetzigen Alter wünschen sie sich nach dieser Erfahrung nicht.

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